Die erste schriftlich übermittelte Information über Makoschau erscheint im Oberschlesischen Urbarium (Register freier Bauern), dessen Entstehungsdatum auf das Jahr 1498 zurückgeführt wird. Makoschau war eine kleine Ansiedlung im Tal des Flusses Klodnitz, von zahlreichen Wäldern und fruchtbaren Wiesen umgeben und bestand aus nur sieben Bauernhöfen und einer Mühle. Der erste bekannte Besitzer aus Makoschau war Andrzej Przyszowski, der Gutsherr in Preiswitz. Nach dem Tod von Andrzej Przyszowski im Jahr 1538 teilten seine Söhne: Melchior, Krzysztof und Waclaw das Gut des Vaters unter sich auf. Und so fiel die andere Hälfte von Preiswitz mit dem ganzen Dorf Makoschau dem ältesten der Brüder, Waclaw, zu. Bis 1620 war Makoschau Eigentum der Sippe der Przyszowski. 1620 gehörte schon das immer größer werdende Dorf Makoschau Piotr Przyszowski und einem gewissen Holly, der Anne, die Tochter von Waclaw Przyszowski heiratete. Ein halbes Jahrhundert später, in den Jahren 1668 - 1685 war Krzysztof aus Kwiatkowice Kwiatkowski, der Herr auf Makoschau. Anhand der erhaltenen Dokumente kann man schlussfolgern, dass im 18. Jahrhundert Makoschau im Besitz der Sippe Ziemieniecki war. Die nächste Persönlichkeit in der Geschichte von Makoschau ist der Freiherr Jan Welczek, Herr auf Laband, der 1779 nach dem Tod von Friederika Luise aus der Sippe Ziemieniecki Makoschau erwarb. Welczek war Landesvogt und Eigentümer zahlreicher Güter in Oberschlesien. Ihm gehörten: Hindenburg, Zaborze, Bielschowitz, Chudow, Paniow, Kunzendorf, Paulsdorf u.a.
Die 1790 von Salomon Izaack in dieser Gegend entdeckte Steinkohle und die darauf folgende Entwicklung von Bergbau und Schwerindustrie veränderten rapide die Dorflandschaft des nahegelegenen Hindenburg (heute Zabrze) und seiner Umgebung. 1826 wurden die Güter Makoschaus Eigentum der Grafen Henckel von Donnersmarck (seit 02.02.1826 auch Eigentümer von Hindenburg) und blieben es über 100 Jahre lang. 1861 wurde Graf Guido Henckel von Donnersmarck (Eigentümer von Hindenburg und der „Donnersmarckhütte) Eigentümer des Gutes Makoschau. In dieser Zeit wurde das Dorf Makoschau in zwei Gebiete geteilt. Das erste Gebiet umfasst die Hofgüter in einer Größe von 1241 Morgen. Gewirtschaftet wurde auf zwei Maierhöfen, aber es gab nur 8 Pferde und 25 Kühe. Das andere Gebiet bildete die Gemeinde, dh. Der Bauernboden, der zusammen nur 720 Morgen umfasste. Die Bauern sorgten allerdings für 23 Pferde und 150 Kühe. Die Makoschauer Wälder umfassten 600 Morgen. Einer der Förster war Jozef Godula, der 1790 die Makoschauer Güter pachtete. Er war der Vater des berühmten Industriellen, Karol Godula, der am 8. November 1781 in Makoschau geboren wurde. In den letzten Jahrhunderten gab es in Makoschau zwei Mühlen: die Mühle von Szombora und die von Widera (die Mühle von Suchan) Die Mühle von Schombora existierte schon in den Anfängen des Dorfes im 16. Jahrhundert. Die letzte dort lebende Familie war die Familie Naczynski, die auch 1920 das Steinkreuz für den Makoschauer Friedhof stiftete. Die Mühle von Widera entstand viel später. Auf der Karte von Homan aus dem Jahre 1736 ist schon vermerkt. Im Dorf gab es auch einen Schmied, einen Metzger, eine Ziegelei und natürlich ein Wirtshaus, das in dieser Zeit eine große Bedeutung für das Dorf hatte. Im Wirtshaus fanden Hochzeiten und Versammlungen der Dörfler statt, dort hielten auch die vorbeiziehenden Fuhrleute Rast.
Die erste Schule in Makoschau entstand erst 1873 auf einem von Graf Donnersmarck geschenkten Grundstück und aus dem von ihm gestifteten Baustoffen. Noch später als die Schule entstand die Pfarrergemeinde Makoschau. 1910 gab es in Makoschau über 2.500 Katholiken, deshalb war es an der Zeit, an eine eigene Kirche zu denken. Leider wurde die von „Kirchbaukomitee geplante große und schöne Kirche auf dem Gelände des „Pfarski Garten" durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges verhindert. Deshalb entschloss man sich die 1873 entstandene Schule in eine Kirche umzubauen; sie wurde am 28. November 1919 eingeweiht und erhielt den Namen „Sankt Johann und Paul Kirche". Der erste Pfarrer in der neuen Gemeinde war Henryk Rduch, und sein Nachfolger im Jahr 1923 Priester Jakub Manda.
1900 wurde bei Makoschau mit dem Bau zweier Schächten, die „Zero-Schächta" genannt wurde, begonnen. Die neue Grube wurde „Delbrückschächte genannt und entwickelte sich sehr dynamisch. 1912 betrug die Jahresproduktion der Grube „Guido und den „Rheinbaben-Schächte zusammen 1.367.705 Tonnen Kohle. Es arbeiteten dort 4.771 Bergleute und Beamte, der Jahreslohn betrug 4.940.000 Mark. Parallel zum Grubenbau wurde auch Eisenbahnlinien der Strecke Kattowitz - Ellguth - Gleiwitz gelegt. Die eigene Bahnstation erhielt Makoschau 1904. Die Entstehung der Grube „Delbrück (heute „Makoszowy) und die sich ständig entwickelnde Industrie im benachbarten Hindenburg trugen zu großen Veränderungen in Makoschau bei. Die in der Industrie Angestellten und vor allem die im Bergbau Tätigen verdrängten allmählich die Bauern aus Makoschau. Schon vor dem ersten Weltkrieg bildeten die im Bergbau tätigen Einwohner 90% der Dorfeinwohner von Makoschau. Die Schlesischen Aufstände erstreckten sich auch auf Makoschau und die benachbarten Ortschaften. In Folge der Abstimmung und mit dem Beschluss des Botschafterrates wurde 1922 während der Teilung Oberschlesiens Makoschau Polen zuerkannt, die Grube „Delbrück" blieb in Deutschland. 1939 brachte der zweite Weltkrieg außer der Abschaffung der Grenzsteine in Makoschau und in ganz Oberschlesien keine Veränderung; mit dem Ende des Krieges 1945 kamen neue Zeiten.